Interview mit Katharina Maria Bruckner

Wie lange unterrichtest du schon hier? 
Zwei Semester unterrichtete ich noch im Team mit Stefan Moritsch 2012/13. Dann machte ich eine Karenz-Pause mit meiner Tochter. Seit 2016/17 leite ich die Klasse Design und Raum.  

Was ist das heurige Thema, das in deiner Werkstatt behandelt wird? 
Dieses Semester war das Thema „Zeit und Design“, nächstes Semester „Post Produkt“.


Was ist die Kunstschule für dich? 
Ein Ort zum Experimentieren und Forschen. 

Findest du, dass es immer einen Prozess geben muss in deiner Werkstatt? 
Wie sollte es keinen Prozess geben? Ein universales Gesetz: alles im ständigen Wandel. Design an sich beschäftigt sich durchgängig mit Prozessen. Und etwas, was noch nicht existent ist, in diese Welt zu bringen, ist natürlicherweise ein Prozess und Arbeit. 

Welche Bedeutung hat der Prozess in deiner Arbeit als Lehrende an der kunstschule.wien?
Ich denke, das ist nicht unähnlich zu den Student*innen… Bewusstwerdungsarbeit. Man lernt viel und integriert und verknüpft mit der eigenen Welt. 

Was machst du wenn einer deiner Student*innen das Gefühl hat, nicht weiterzukommen im Prozess?
Klar machen, dass das eine natürliche und wichtige Phase im Prozess ist. Diesen Moment gibt es immer. Dazu gibt es verschiedenste Design-Strategien, die Erleichterung versprechen. 

Wann weißt du, dass ein Prozess zu Ende ist? 
Das weiß ich einfach. Vielleicht, wenn nichts mehr weglassbar ist, und nichts mehr hinzufügbar? 

             Katharina Bruckner ist Designerin und leitet die Werkstatt Design und Raum.             

7. März 2019